Journalismustage: Vorschau zu Max Heske

Am 9. und 10. April finden im Wiener Museumsquartier die Österreichischen Journalismustage statt. Unter dem Motto „Verantwortung wahrnehmen, Verantwortung einfordern“ wird eine Vielzahl spannender Speaker aus der Branche verschiedenste Themen präsentieren. Einer von ihnen ist Max Heske, der bei Sky Österreich für alles, was mit New Media zu tun hat, verantwortlich ist. Sein Thema bei den Journalismustagen lautet „Live bei uns…im Internet – Wie TV-Sport-Journalismus die Emotion und Unmittelbarkeit des Second Screens nutzen sollte“. Vorab habe ich mit ihm gesprochen.

Harmonisch, charmant, authentisch – so sollte das große Ganze sein. Das „große Ganze“, wie es Maximilian Heske bezeichnet. Das „große Ganze“, das es über lange Perioden der Sportberichterstattung in dieser Form eigentlich gar nicht gab. Glotze an, Anpfiff, Schlusspfiff, Glotze aus. Klar, längst stehen da auch Reporter und sich erklärende Sportler, lamentierende Trainer, hochgelobte und verabscheute Experten. Noch die ein oder andere Statistik und dann der Bruch, aus das Spektakel.

Doch warum dieser Bruch? Dieser Frage stellt sich Maximilian Heske. „Dieser 180°-Kameraschwenk“, von einem Medium ins andere, der müsse nicht sein, meint er. „Es geht nicht darum, über welches Gerät man das Sportereignis konsumiert, sondern um das bewegte Bild.“ Das bewegte Bild sei der erstbeste Ersatz, denn den besten Live-Moment gebe es ohnehin im Stadion. Heske weiß, wovon er spricht: Bei Eintracht Braunschweig ist er selbst durch die Jugendmannschaften bis zur zweiten Mannschaft vorgedrungen, bekam mehr als nur einen Eindruck, wie Profiluft in etwa riechen könnte. „Damals war ich selbst der, um den es geht.“ Und jetzt? Nun, jetzt berichtet er darüber, was etwa auf dem grünen Rasen so vor sich geht. Wobei, das wäre zu einfach gesagt. Heske arbeitet für Sky Österreich und ist dort für alles zuständig, was mit New Media zu tun hat. Er ist gewissermaßen Stratege mit innovativer Funktion, alles was mit Facebook anfängt und mit YouTube endet, landet auf seinem Schreibtisch. Er integriert online und TV – und bricht damit mit dem Bruch.

Soziale Medien sind für ihn dennoch nicht sakrosankt. Man dürfe nicht alles glauben und müsse kritisch sein: „Beispielsweise über Twitter kann jeder Inhalte verbreiten. Das kann gefährlich werden, wenn man diese nicht hinterfragt!“ In der zweiten Komponente seiner Arbeit sieht Heske weit mehr als nur den Wettkampf: Der Sport bringe viele Menschen in unterschiedlichsten Funktionen zusammen, zudem habe er eine gewisse Ventilfunktion. „Sport bedeutet Spaß und Entertainment, er fördert Kultur und Diversität.“

Seine persönliche Aufgabe bestehe darin, genau das „rüberzubringen“. In Zukunft soll das „Rüberbringen“ unabhängig von (nur) einem bestimmten Bildschirm geschehen, also eben mithilfe von Second Screens zum „großen Ganzen“ werden.

Die Vorschau wurde primär für die Homepage der Österreichischen Journalismustage geschrieben und ist natürlich auch dort zu finden.

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