Die Generation „Selke“

Ich mag den 1. April nicht. Lustig war er einzig als Kind: Die Eltern zu veräppeln ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, das hatte schon seinen Reiz. Bald wurde der oktroyierte Spaßtag müßig, irgendeiner musste es zudem immer übertreiben. An einen übereifrigen Spaßvogel habe ich zugegebenermaßen auch in diesem Jahr geglaubt, trotz meiner Abneigung gegenüber besagtem Tag. Dass aber gleich eine ganze Spaßvogelkolonie mit dem selben Scherz aufwartete, war mir suspekt. Spätestens am 2. April war mir klar, dass Davie Selke tatsächlich nach Leipzig wechseln würde.  Weiterlesen

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Überraschender Rückrundenstart

„Wer nicht schießt, kann nicht treffen,“ brachte es Jürgen Klopp so ziemlich auf den Punkt. Geschossen haben die Dortmunder tatsächlich eher selten, vielmehr aber abgeschossen und zwar den Vogel. Die elfte Niederlage der Saison steht zu Buche, 19 Partien sind gespielt. Man werde dennoch nicht verzweifeln, „nicht 15 Spieltage vor Schluss und nicht zwei Spieltage nach Wiederbeginn der Rückrunde“. Weiterlesen

Advent, Advent

Advent, Advent, Dortmund brennt. Und wie. Was der gemeine bayerische Feuerteufel oder der königsblaue Schadenfreund einst gern gesehen hatten, ruft nun sogar bei ihnen Mitleid hervor. Als teuerster Absteiger in spe lässt man sich noch nicht abtun, doch der Kampfgeist schwindet und Resignation umhüllt die schwarz-gelbe Seele. Echte Liebe? Nun ja, solange die Punkte geliefert werden schon. Weiterlesen

Meisterliche Lethargie

Kaum sind die Lorbeeren eingeheimst, werden die Zügel schleifen gelassen. Wenn nicht völlig aus der Hand gegeben. Was aus sportpsychologischer Sicht nur zu gut nachvollziehbar ist, stößt den nationalen Kontrahenten von Bayern München sauer auf. Selbst die eigenen Fans scheuen sich nicht, ihren Unmut über die dürftigen Darbietungen lautstark kundzutun, schließlich geht der Siegeswillen nach der vorzeitigen Titelfixierung scheinbar gegen Null. Weiterlesen

Spanische Verhältnisse?

In Befürchtung, die Liga würde zwischen Bayern München und dem BVB und dem Rest der Mannschaften zu einer 2-Klassen-Gesellschaft evolvieren, hatten Verantwortliche des bayerischen Branchenprimus in jüngerer Vergangenheit den Terminus „Spanische Verhältnisse“ geprägt. Der Begriff fußt bekanntlich auf dem langweiligen Dominanzzustand der beiden Marktführer in der Primera División, Real Madrid und FC Barcelona, welche den Titel gefühlt seit Urzeiten unter sich ausmachen. Weiterlesen